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Interview mit Mirja Hatje zur Umschulung zum/zur Gestalter/in für visuelles Marketing

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Frau Hatje, Sie sind verantwortlich für die Ausbildung und Umschulung zum/zur Gestalter/in für visuelles Marketing im ArtWork Institut. Was bringen Sie dafür mit?

Eine große Leidenschaft ist die Arbeit mit Gruppen und die praktische Umsetzung von Gestaltungskonzepten. Aus dem Berufsfeld des Modellbauers bringe ich viel Material- und Kon-struktionswissen mit. Die Basis für meine Tätigkeit ist eine Lehre zur Schauwerbegestalterin und ein Diplom des Bund Deutscher Schauwerbegestalter.

Über die Jahre habe ich bei namhaften Firmen und Instituten gearbeitet, so dass ich über fundierte Kenntnisse zu diesem Beruf verfüge. Eine Tätigkeit in der Lehre ist besonders reiz-voll, weil ich gerne Wissen weitergebe, andere dabei inspiriere Ihren beruflichen Weg zu finden und zu gehen.

Für wen ist die Umschulung eine gute Idee und wie lange dauert sie?

Wer gerne kreativ arbeitet, handwerklich geschickt ist und gutes räumliches Vorstellungsvermögen mit Gespür für Farben und Formen hat, ist bei uns richtig. Nach 24 Monaten, mit Bestehen der Prüfung vor der Handelskammer erwirbt man den anerkannten Berufsabschluss zum Gestalter für visuelles Marketing.

Die Haupttätigkeitsfelder sind nach wie vor die Gestaltung von Schaufenstern und des Verkaufsraumes mit Warenaufbauten und Produktpräsentationen. Hierfür sind Gespür und Interpretationsfähigkeit von Trends und Markenidentitäten gefragt. Aber auch Bereiche der Eventplanung, Ausstellungsinszenierung und Planung von Marketingaktivitäten im On- und Offlinebereich gehören heute dazu und machen die Vielfalt des Berufes aus.

Was sollte man alles bedenken, wenn man sich für eine Umschulung bewirbt?

Eine Umschulung macht man üblicherweise ab 25 Jahren. Gute Grundlagen in der deutschen Sprache, ab dem Sprachniveau B1 besser B2 sind erforderlich. Wir klären das in einem persönlichen Vorgespräch.

Die Finanzierung kann über den Bildungsgutschein erfolgen, dies sollte im Gespräch mit dem zuständigen Arbeitsvermittler im Job-Center oder in der Agentur für Arbeit geklärt werden. Auch andere Finanzierungsarten, z. B. über die Rentenversicherung sind möglich. Dies muss im Einzelfall geklärt werden.

Welche beruflichen Perspektiven hat man mit der Umschulung? Wie sieht der Arbeitsmarkt aus?

Es gibt ein breites und vielfältiges Berufsfeld auch geprägt durch angrenzende Berufsbereiche. Der klassische Visual Merchandiser, der auf einer Ladenfläche Warenaufbauten pflegt und neu gestaltet wird händeringend in sehr unterschiedlichen Sortimentsbereichen gesucht.

Die Bereitschaft der Unternehmen zur Investition in Ausbildungsplätze sinkt und ausgebildete Fachkräfte sind Mangelware. Die Chance nach dem Praktikum (Teil der Umschulung) in einen Betrieb übernommen zu werden ist sehr gut. Die Verdienstmöglichkeiten richten sich nach Aufgaben- und Verantwortungsbereich und orientieren sich am Tarifvertrag des Einzelhandels.

Berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten sind z. B. der Fachwirt/in für Visuelles Marketing, der höhere Berufsfachschulabschluss in der Fachrichtung Visual Merchandising oder das Studium Retail Design.